Nachts allein im Museum
So hab ich mich gefühlt, als ich neulich ein Shooting machte. Alleine und im Dunkeln zwischen meterhohen Dinosaurier-Skeletten im Frankfurter Senckenberg-Museum.
Für die amerikanische Redaktion des Magazins „National Geographic“ durfte ich einen Beitrag mit Fotos ergänzen. Es ging um die Entdeckung, dass ein bestimmter Flugsaurier kein Vogel, sondern ein Säugetier war. Dazu gab es in diesem Naturkunde-Museum Fossilien und eine naturgetreue Nachbildung des Psittacosaurus (Papageienechse).
Diese Dinge galt es interessant in Szene zu setzen. Nach einigen (auch rechtlichen) Verhandlungen mit dem Museum, durfte ich dann an einem Abend, nach Schließung für den Publikumsverkehr, in der Dino-Abteilung fotografieren.
Aufgrund der Tatsache, dass alle Exponate hinter Glas waren, ich also viele Spiegelungen und Reflexionen erwarten durfte, wollte ich im dunklen Raum fotografieren und gezielt mein eigenes Licht einsetzen. Das machte die Gesamtsituation dann schon besonders.
Die Ergebnisse waren prima, die Redaktion zufrieden und ich um ein mehrstündiges Beisammensein mit den Überresten von Dinos reicher.



