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In liebevoller Erinnerung an Sylvia Westphal

*15.5.1967 – † 11.9.2025


Es gibt nicht genug Worte, um zu würdigen, was Sylvia für mich in 34 gemeinsamen Jahren war. 


Ich bin sehr dankbar, in Sylvia eine tolle Partnerin an meiner Seite gehabt zu haben. Sie war meine „bessere Hälfte“. Sie hat mich motiviert und unterstützt. Sie hat meine Entwicklung als Mensch und als Fotograf maßgeblich begleitet und geprägt.  


Sylvia bereicherte so manches meiner fotografischen Projekte durch ihre wunderbaren, treffsicheren Texte und durch ihr konzeptionelles Denken. Eines unserer gemeinsamen freien Projekte war eine Ausstellung mit dem Titel „Quersehen“ im Schloss Benrath im Jahr 2002, mit Sylvias Gedichten und meinen Fotos. Die Ausstellung fand im Rahmen der europäischen Gartenausstellung EUROGA statt und hatte in Text und Bild natürlich die Natur und den Garten zum Thema.


Das „Blaue Haus“ wäre ohne sie nicht entstanden. Sie war diejenige, die dieses Projekt 1998/1999 initiierte, vorantrieb, mit ihren Ideen gestaltete und umsichtig organisierte. So wurde das Haus unser gemeinsamer Ort zum Leben und Arbeiten. 

Lächelnde Person mit Cap und Brille hält Fahne, Schwarz-Weiß-Foto.

Sylvias Werdegang: Nach einer Ausbildung zur Werbekauffrau bei einer renommierten Krefelder Werbeagentur, studierte sie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Bochum. Zum Beruf machen wollte sie das Theater dann doch nicht. Während des Studiums bereits hatte sie als Nebenjob zu schreiben begonnen.


Durch meine Kontakte zu Zeitungen und Zeitschriften ergab sich für sie die Möglichkeit Texte zu schreiben. Von Anfang an haben Sylvia und ich uns gegenseitig gefördert und inspiriert. Eine besonders tolle Verbindung ihrer Gaben und Interessen bestand darin, dass sie auch Theaterkritiken schrieb. 


Schließlich machte Sylvia sich als Werbetexterin selbstständig. Sie schrieb über alle möglichen Themen, fuchste sich in alles hinein. Ihr Fleiß und ihre Beharrlichkeit, ihre Klugheit und ihr außerordentliches Sprachgefühl verhalfen ihr zu großer Anerkennung. Sie war über 25 Jahre lang in ihrem Beruf sehr erfolgreich.


Ich lernte Sylvia Anfang der 90er Jahre beim Freilichttheater der Festspiele Schloss Neersen kennen. Sie war dort bei jeder Aufführung als begeisterte Zuschauerin, während ich 10 Jahre lang die Festspiele fotografisch begleitete. Somit war das Freilichttheater für uns beide lebensverändernd und immer etwas Besonderes. Ebenso besonders ist einer ihrer letzten Wünsche: „Fotografiere die Schauspieler von damals noch einmal.“


Diesen Wunsch setze ich derzeit in ein Buchprojekt um, es wird zu Sylvias 60. Geburtstag im Mai 2027 präsentiert.


Sylvia war ein Mensch mit vielen Talenten, vielen Interessen, einem großartigen Humor und einem großen Herzen, unter anderem der Auslandstierschutz war ihr wichtig. Sie hat nicht nur mein Leben bereichert, sondern auch das ihrer Freundinnen und Freunde. Wir alle vermissen sie sehr. 

Lächelnde Person hält zwei Sandwiches vor einem Laden, 1990er-Jahre-Stil.
Lächelnde Person mit Brille und Schürze, glückliches Portrait.
Ältere Person mit Hut blickt nachdenklich über ruhigen See mit Häuserzeile im Hintergrund.
Lächelnde Person mit Brille in eleganter Jacke bei einer Veranstaltung.
Schwarze Sonnenbrille tragende Person lächelt leicht, Porträt im Schwarz-Weiß-Stil.

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Michael Ricks

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